Aufgrund der aktuellen Energiepreissituation ist es für uns derzeit leider nicht möglich, Erdgas außerhalb des Stadtgebiets Lage anzubieten.

Wir hoffen, dass wir in nächster Zeit mehr Klarheit haben und Ihnen wieder Erdgasangebote machen können. Sie können sich dann gerne wieder an uns wenden bzw. sich auf unserer Homepage informieren.

Ihre Stadtwerke Lage GmbH

FAQ zur Thematik „Preisanpassung beim Erdgas“

Als wir im Oktober 2021 die Erdgaspreise für dieses Jahr berechnet haben, konnten wir die geo-politische Entwicklung nicht vorhersehen. Wie versichern Ihnen, dass wir unsere Erdgaspreise wie immer sehr verantwortungsvoll kalkuliert haben. Wir haben ausschließlich die auch uns in Rechnung gestellten Mehrkosten eingepreist. Sollten sich unsere Kosten wieder reduzieren, werden wir diese Kostenentlastung selbstverständlich sofort an Sie weitergeben.

Bekanntlich hat Russland, der bisherige Hauptlieferant die Erdgaslieferungen nach Deutschland stark gedrosselt. Hiervon sind an erster Stelle die deutschen Gasimporteure betroffen, die für die aktuelle Ersatzbeschaffung des Erdgases deutlich erhöhte Kosten haben. Um einen Zusammenbruch der Lieferkette und die Insolvenz einzelner Unternehmen zu vermeiden, hat die Bundesregierung beschlossen, die systemrelevanten Importeure zu schützen. Die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung werden daher durch eine bundesweite Gasbeschaffungsumlage auf alle Kunden umgelegt.

Außerdem wird ab dem 1. Oktober 2022 auf Basis von § 35e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) die neue Gasspeicherumlage eingeführt. Mit dieser soll die Trading Hub Europe (THE) entlastet werden. Dieses Unternehmen ist für die deutsche Gasmarkt-Organisation zuständig. Mit der Umlage sollen die Kosten ersetzt werden, die der THE zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen. THE beschafft aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen das Erdgas, das zur Befüllung einiger Gasspeicher für den kommenden Winter benötigt wird. Ziel ist es, auf diesem Wege die Gasspeicher in Deutschland bis zum 1. November zu mindestens 95 Prozent zu füllen. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten zur Absicherung der Versorgungssicherheit werden durch die Gasspeicherumlage auf alle Kunden umgelegt.

Alle genannten Maßnahmen und damit die sich in Lage ergebenden Preiserhöhungen zum 01.10.2022 sind auf den Krieg in der Ukraine sowie die stark reduzierten Gaslieferungen aus Russland zurückzuführen. Das gilt auch für die weitere Entwicklung der Großhandelspreise.

Nein, wir werden den Zählerstand von unserem Abrechnungssystem berechnen lassen. Wenn Sie uns aber einen Zählerstand mitteilen möchten, rufen Sie uns bitte unter der 05232 / 9536 3223 an oder senden uns ein E-Mail an service@stadtwerke-lage.de

Sie erhalten kurz nach dem Preisanpassungsschreiben einen weiteren Brief von uns. In diesem teilen wir Ihnen den neuen Abschlag mit.

Falls Sie mit der automatisch festgelegten Abschlagshöhe nicht einverstanden sind, teilen Sie uns dies bitte telefonisch unter der 05232 9536 3223 mit. Alternativ senden Sie eine E-Mail an service@stadtwerke-lage.de

Bitte berücksichtigen Sie dabei aber, dass ein zu niedrig gewählter Abschlag zu höheren Nachzahlungen auf Ihrer nächsten Jahresabrechnung führt.

Um den Verbrauch und damit die Energie-/Erdgaskosten zu reduzieren überprüfen Sie (zusammen mit Fachleuten) die Einstellungen Ihrer Heizungsanlage.

Schauen Sie insbesondere auf die eingestellten Heizzeiten (je Wochentag), die Warmwasserzeiten (je Wochentag), sofern vorhanden die Zeiten der Warmwasserzirkulation (je Wochentag), die eingestellte Öko-Abschalttemperatur (die Heizungsanlage stellt sich automatisch bei Erreichen einer bestimmten Außentemperatur in den Sommer-/Warmwasserbetrieb) und insbesondere auf die eingestellte Heizkennlinie. Je niedriger diese eingestellt ist, desto weniger Energie verbrauchen Sie.

Die Einstellungen an der Kesselanlage wählen Sie so, dass der kälteste, genutzte Raum (bei voll geöffnetem Heizkörperventil) so warm wird, wie Sie es wünschen.

Reduzieren Sie die eingestellte Temperatur an den Heizkörperventilen (ein Grad weniger entsprechen ca. 6 Prozent Einsparung)

Lüften Sie richtig. Öffnen Sie die Fenster ganz, aber nur für eine kurze Zeit. Tauschen Sie gezielt die feuchte Luft aus, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Drehen Sie dabei die Heizkörperventile auf 0.

Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizkörper durchführen. Der am nächsten zur Heizungsanlage gelegene Heizkörper bekommt das meiste heiße Wasser. Liegt Ihr Bad oder Ihr Wohnzimmer am Ende des Heizstrangs, wird dieser Raum ggf. nicht richtig versorgt. Die Heizkennlinie ist dann zu hoch eingestellt, um auch diesen Raum richtig warm zu bekommen.

In der aktuellen Situation lassen sich leider noch keine Prognosen für den Winter 2023/2024 treffen.

Mit der aktuell beschlossenen Erhebung der Gasumlage steigt der Gaspreis derzeit um zunächst 2,419 Cent/kWh netto. Sollte sich dieser Betrag als nicht ausreichend erweisen, hat die Bundes-regierung die Möglichkeit, die Umlage alle drei Monate weiter zu verändern, um die anfallenden Kosten zu decken. Die Umlage gilt zunächst bis zum 1. April 2024.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung die Erhebung einer Gasspeicherumlage beschlossen, deren Höhe auf 0,059 Cent/kWh festgelegt ist. Diese Umlage kann einmalig nach drei Monaten und anschließend alle sechs Monate angepasst werden. Auch hierbei gilt: Es ist aktuell nicht abzusehen, ob und in welcher Höhe dies erfolgen wird. Diese Umlage gilt ebenfalls bis zum 1. April 2024.

Zudem werden viele weitere Preisbestandteile wie zum Beispiel die Netzentgelte ab 01.01.2023 oder die BEHG-Umlage dies sind die CO 2 Kosten, neu festgelegt. Unabhängig davon sind beschaffungs-bedingte weitere Preiserhöhungen leider nicht zu vermeiden. Eine weitere Preisanhebung zum 01.01.2023 ist somit derzeit sehr wahrscheinlich, soweit die Umlagen nicht gleichzeitig wieder deutlich sinken.

Die nachfolgende Preise sind als Nettopreise ausgewiesen, da die angekündigte Reduzierung der Umsatzsteuer noch nicht beschlossen ist. Am Ende dieses Textes finden Sie die Preiserhöhung mit 19 bzw. 7 Prozent ausgewiesen.

Neben der Gasumlage in Höhe von 2,419 ct/kWh sowie der Gasspeicherumlage in Höhe von
0,059 ct/kWh wird uns ebenfalls ab 1. Oktober eine Bilanzierungsumlage in Höhe von 0,57 ct/kWh in Rechnung gestellt. Die gesamte Kostenerhöhung ab 1. Oktober beträgt also 3,048 ct/kWh.

Da wir unsere Kostenbelastung erst zum 1. November an Sie weiterberechnen, haben wir die Oktoberkosten in den November- und Dezemberarbeitspreis eingerechnet. Durch die Umlegung der Oktoberkosten erhöht sich der Arbeitspreis um weitere 0,854 ct/kWh.

Der Arbeitspreis von Lage erhöht sich also um 3,902 ct/kWh (netto). Hinzu kommt die geltende Umsatzsteuer.

Mit Umsatzsteuer in Höhe von 19 %: 4,643 ct/kWh

Mit Umsatzsteuer in Höhe von 7%: 4,175 ct/kWh

Den Grundpreis bleibt unverändert.

Wir müssen eine Preisänderung (Erhöhung und Senkung) 6 Wochen vor dem Wirksamwerden unseren Kunden anzeigen. Die Preiserhöhung zum 1. Oktober hätten wir also spätestens am 19. August mitteilen müssen. Da die Veröffentlichung der beiden neuen Umlagen (Gasumlage, Gasspeicherumlage) sowie der Bilanzierungsumlage erst kurz vor diesem Termin erfolgt ist, haben wir beschlossen die Umlagen erst zum 1. November an Sie weiter zu berechnen.

Die uns im Oktober entstehenden Kosten haben wir auf die Gesamtmenge, der im November und Dezember erwarteten, verkauften Kilowattstunden, verteilt.

Sie ziehen nach Lage und möchten Ihr Erdgas von uns beziehen? Kein Problem, rufen Sie uns einfach unter der 05232 9536 3223 an. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Sie wohnen in Lage und ihr derzeitiger Versorger hat die Preise angehoben? Sie müssen aufgrund der Preiserhöhung bei Ihrem derzeitigen Versorger selbst kündigen. Dies können wir in diesem Fall nicht für Sie erledigen. Sobald Ihnen die Kündigungsbestätigung vorliegt, rufen Sie uns bitte unter der 05232 9536 3223 an. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Sie wohnen außerhalb Lages? Leider können wir Ihnen derzeit kein Erdgas liefern. Wir hoffen kurz-fristig auch wieder außerhalb Lages unser Erdgas anbieten zu können.

Die Alarmstufe wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz per Pressemitteilung ausgerufen. Sie tritt ein, wenn laut Notfallplan Gas „eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vorliegt, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt, der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen, ohne dass nicht marktbasierte Maßnahmen ergriffen werden müssen“. Die Meldung zur Ausrufung der Alarmstufe hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz am 23. Juni 2022 veröffentlicht.

Aktuell kommt verstärkt Flüssigerdgas via Großtanker aus den USA nach Europa und die USA haben eine Erhöhung der langfristigen Lieferungen zugesagt. Die derzeit größten LNG-Anbieter sind Katar, Australien und auch die USA. Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf eine erhöhte Nachfrage zu reagieren.

Mittelfristig werden der massive Ausbau Erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur für alle Energieimporte und der Hochlauf von Wasserstoff entscheidend für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Deutschland sein.

Nein, das tun wir nicht. Wir versichern Ihnen, dass wir unsere Erdgaspreise wie immer sehr verantwortungsvoll kalkuliert haben. Wir haben ausschließlich die auch uns in Rechnung gestellten Mehrkosten eingepreist. Sollten sich unsere Kosten wieder reduzieren, werden wir diese Kostenentlastung selbstverständlich sofort an Sie weitergeben.

Für unsere Bestandskund*innen und Kund*innen aus Lage, und für die Kunden und Kundinnen die wegen Preiserhöhungen ihres bisherigen Lieferanten zu uns wechseln, haben wir eine Versorgungspflicht. Um sie mit günstigem Erdgas zu versorgen, lehnen wir seit einigen Monaten Kundenanfragen von außerhalb des Stadtgebiets Lage ab.